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Zahnklinik Küsnacht, Startseite

Zahnarzt für Demenzpatienten: Zahnbehandlung bei Demenz in Küsnacht

Wer einen Zahnarzt für Demenzpatienten sucht, sucht meist für einen anderen Menschen. Diese Seite ist für Angehörige, Betreuungspersonen, Pflegeheime und die Spitex geschrieben. Hier lesen Sie, wie Sie den Termin vorbereiten. Sie erfahren auch, wer zustimmt, wenn jemand nicht mehr selbst entscheiden kann. Die Zahnklinik Küsnacht liegt direkt beim Bahnhof Küsnacht Goldbach. Parkplätze sind vorhanden, und die Klinik ist rollstuhl- und rollatorgängig.

Was eine Zahnbehandlung bei Demenz anders macht

Schmerzen zeigen sich oft ohne Worte

Mit fortschreitender Demenz können viele Menschen Schmerzen nicht mehr benennen. Zahnschmerzen zeigen sich dann eher im Verhalten. Blutet das Zahnfleisch, helfen die Warnsignale am Zahnfleisch weiter. Diese Zeichen können darauf hinweisen, aber auch andere Ursachen haben:

  • wenig essen oder bestimmte Speisen plötzlich ablehnen
  • sich oft an Wange oder Kiefer fassen
  • Abwehr beim Essen oder beim Zähneputzen
  • die Zahnprothese nicht mehr tragen wollen

Fremde Umgebung, Geräusche und Berührung im Mund

Behandlungsstuhl, helles Licht und Geräusche sind für Menschen mit Demenz schwer einzuordnen. Dazu kommt eine fremde Hand im Mund, was viele als sehr unangenehm erleben. Wer nicht versteht, was geschieht, wehrt sich oft.

Medikamente, Mundtrockenheit und Schlucken

Viele Medikamente machen den Mund trocken. Dabei schützt Speichel vor Bakterien und Säuren. Fehlt er, entsteht leichter Karies, und das Schlucken wird mühsamer. Sagen Sie uns vorher, wenn sich die Person leicht verschluckt.

Umgang mit Menschen mit Demenz in der Zahnklinik

Die ersten drei Grundsätze empfehlen Fachstellen wie Alzheimer Schweiz.

  • Ruhig ansprechen und jeden Schritt ankündigen

    Hilfreich ist, die Person von vorne und auf Augenhöhe mit ihrem Namen anzusprechen. Kurze Sätze erleichtern das Verstehen. Ebenso hilft es, jede Berührung vorher anzukündigen und jedes Instrument zuerst zu zeigen.

  • Mit einer vertrauten Person zum Termin

    Eine vertraute Person gibt Sicherheit und erkennt Zeichen, die Fremde übersehen. Sagen Sie bei der Anmeldung, wer mitkommt. Fragen Sie dabei, ob die Begleitung im Behandlungszimmer bleiben kann.

  • Abwehr als Signal verstehen

    Dreht jemand den Kopf weg oder presst die Lippen zusammen, ist das eine Mitteilung. Argumentieren hilft dann selten. Eine Pause oder ein späterer Versuch bringt oft mehr.

  • Was Laser und digitaler Scan erleichtern

    Karies entfernen wir mit dem Laser statt mit dem Bohrer, in vielen Fällen ohne Spritze. So bleibt keine taube Lippe, auf die jemand unbemerkt beisst. Beim digitalen Scan kommt keine Abdruckmasse in den Mund. Ob das für die Person passt, klären wir bei der Untersuchung. Lesen Sie dazu Zahnbehandlung ohne Spritze und Zahnabdruck mit dem Scanner.

Den Zahnarzttermin bei Demenz vorbereiten

Die passende Tageszeit wählen

Aufmerksamkeit und Kräfte schwanken bei Demenz oft im Lauf des Tages. Nennen Sie uns die Tageszeit, zu der die Person meist wach und ruhig ist. Gerne vereinbaren wir auch Termine ausserhalb der Öffnungszeiten.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen

Zum ersten Termin helfen:

  • eine aktuelle Medikamentenliste
  • die Kontaktdaten der Hausärztin oder des Hausarztes
  • Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung oder die Ernennungsurkunde der Beiständin oder des Beistands
  • Brille, Hörgerät und Zahnprothese mit Dose
  • Angaben zu Krankenkasse und Ergänzungsleistungen

Den Besuch ankündigen, ohne zu beunruhigen

Empfang der Zahnklinik Küsnacht mit Theke und Zk-K-Schild

Viele Menschen mit Demenz vergessen Abmachungen rasch und fragen immer wieder nach. Oft genügt es deshalb, den Besuch kurz vorher anzukündigen. Fotos auf der Teamseite zeigen, wer in der Zahnklinik arbeitet, und machen den Ort vertrauter.

Anreise, Parkplatz und Wartezimmer

Flur der Zahnklinik Küsnacht mit Blick auf die Empfangstheke

Kommen Sie ohne Hetze, aber nicht viel zu früh, denn Warten macht oft unruhig. Parkplätze sind vorhanden. Kommt die Person im Rollstuhl, sagen Sie es uns bei der Anmeldung. Mehr dazu unter Anfahrt, Parkieren und Zugang mit Rollstuhl.

Wenn der Weg in die Klinik zu belastend ist

Ist schon die Fahrt zu viel, fragen Sie nach einem Besuch zu Hause oder im Heim. Ob das möglich ist, klären wir vorher am Telefon. Den Ablauf eines zahnärztlichen Hausbesuchs beschreibt eine eigene Seite.

Angehörige und Betreuungspersonen einbeziehen

Begleitperson und Vertretungsperson sind nicht immer dieselbe

Oft begleitet eine Tochter, ein Sohn, eine Pflegefachperson aus dem Heim oder die Spitex. Wer begleitet, entscheidet aber nicht automatisch über die Behandlung, wie der nächste Abschnitt zeigt. Geben Sie uns deshalb die Kontaktdaten der vertretungsberechtigten Person.

Was nur Angehörige und Pflegende wissen

Erzählen Sie uns, wie frühere Zahnarztbesuche verlaufen sind. Nennen Sie, was beruhigt, etwa ein Lied oder ein Gegenstand. Wichtig sind auch die Zeichen, an denen Sie Unwohlsein erkennen. Schreiben Sie das Wichtigste für uns auf.

Was wir Angehörigen sagen dürfen

Wir unterstehen dem Berufsgeheimnis (Art. 321 StGB). Die vertretungsberechtigte Person wird über die geplante Behandlung informiert. Das verlangt Art. 377 des Zivilgesetzbuchs (ZGB). Andere Angehörige erhalten Auskunft nur mit Einwilligung.

Wer der Zahnbehandlung zustimmt, wenn die Urteilsfähigkeit fehlt

Dies ist allgemeine Rechtsinformation, keine Rechtsberatung.

Urteilsfähigkeit gilt für eine bestimmte Entscheidung

Urteilsfähig ist nach Art. 16 ZGB, wer vernunftgemäss handeln kann. Die Diagnose Demenz allein heisst noch nicht, dass jemand urteilsunfähig ist. Beurteilt wird jede Entscheidung einzeln. Einer Kontrolle kann jemand vielleicht noch zustimmen, einem grösseren Eingriff nicht mehr.

Der Behandlungsplan nach Art. 377 ZGB

Regelt keine Patientenverfügung die Behandlung, wird sie mit der vertretungsberechtigten Person geplant. Diese erfährt Gründe, Art, Risiken und Kosten, die Folgen eines Verzichts und die Alternativen. Sie entscheidet nach dem mutmasslichen Willen und den Interessen des Menschen mit Demenz. Er wird so weit wie möglich einbezogen, und der Plan wird laufend angepasst.

Die Reihenfolge der Vertretung nach Art. 378 ZGB

Berechtigt ist nur die höchste Stufe, auf der jemand die Bedingungen erfüllt. Sind dort mehrere berechtigt, darf das Behandlungsteam in gutem Glauben annehmen, dass sie sich einig sind. Die Stufen der Reihe nach:

  1. die in Patientenverfügung oder Vorsorgeauftrag bezeichnete Person
  2. Beiständin oder Beistand mit Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen
  3. Ehegatte, eingetragene Partnerin oder eingetragener Partner, wenn sie im selben Haushalt leben oder regelmässig und persönlich beistehen
  4. wer im selben Haushalt lebt und regelmässig und persönlich beisteht
  5. Nachkommen, die regelmässig und persönlich beistehen
  6. Eltern, unter derselben Bedingung
  7. Geschwister, unter derselben Bedingung

Dringliche Fälle nach Art. 379 ZGB

Manchmal bleibt keine Zeit, die Vertretung zu fragen. Massgebend sind dann der mutmassliche Wille und die Interessen der Person. Zum Vorgehen bei akuten Zahnschmerzen gibt es eine eigene Seite.

Wann die Erwachsenenschutzbehörde eingreift (Art. 381 ZGB)

Ist niemand berechtigt oder bereit zu vertreten, errichtet die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) eine Vertretungsbeistandschaft. Sie greift auch ein, wenn unklar ist, wer vertritt. Gleiches gilt, wenn Berechtigte uneinig sind oder die Interessen der Person gefährdet sind. Sie handelt auf Antrag oder von Amtes wegen. Art. 380 ZGB betrifft nur die Behandlung psychischer Störungen in psychiatrischen Kliniken.

Mundgesundheit im Alter und bei Demenz

Warum die Mundpflege im Alter schwieriger wird

Mit fortschreitender Demenz geraten auch Gewohnheiten wie das Zähneputzen in Vergessenheit. Laut einer Studie der Universität Zürich gehen Menschen mit Demenz seltener zum Zahnarzt und haben häufiger Karies. Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO bringt Infektionen im Mund zudem mit Lungenentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in Zusammenhang.

Hinweise für die tägliche Mundpflege

Diese Hinweise von Fachstellen helfen Angehörigen und Pflegenden:

  • eine gewohnte Zeit und ein gewohnter Ort
  • vormachen statt erklären
  • die Zahnbürste zum Mund führen, oft putzt die Person dann selbst
  • seitlich oder von hinten helfen, nicht frontal
  • eine Zahnbürste mit dickem Griff
  • die Prothese täglich reinigen und mit Namen kennzeichnen lassen
  • Reinigungsflüssigkeit für die Prothese ausser Reichweite stellen

Kontrolle und Dentalhygiene in der Klinik

Fachleute der Universität Zürich raten, schon ab der Diagnose eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt beizuziehen. Grössere Behandlungen lassen sich dann planen, solange sie noch gut möglich sind. Eigene Seiten erklären die Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt und die professionelle Zahnreinigung in der Dentalhygiene mit Ultraschall und AirFlow.

Kontakt für Angehörige, Pflegeheime und Spitex

Für Angehörige zu Hause

Rufen Sie uns an unter +41 44 915 17 77. Schriftlich geht es über das Formular für Terminanfragen. Setzen Sie dort das Häkchen «Ich frage für eine andere Person an», und nennen Sie im Anliegen Ihr Verhältnis zur Person, etwa Tochter oder Pflegefachperson.

Zahnarzt für Menschen mit Demenz im Pflegeheim

Pflegeleitung, Bezugspflege oder Spitex melden sich direkt bei uns. Klären Sie vorher Vertretung, Medikamente und Begleitung. Eine Zusammenarbeit besprechen wir am Telefon mit der Pflegeleitung. Organisatorisches geht auch an klinik@zk-k.ch. Gesundheitsdaten senden Sie bitte nicht per gewöhnlicher E-Mail.

Das Telefon ist nicht während der gesamten Öffnungszeiten bedient. Versuchen Sie es sonst später.

Häufige Fragen zum Zahnarzt für Demenzpatienten

Steht Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

+41 44 915 17 77
Wo finde ich einen Zahnarzt für Demenzkranke in der Nähe von Küsnacht?

Die Zahnklinik Küsnacht liegt an der Goldbacherstrasse 3a, direkt beim Bahnhof Küsnacht Goldbach, und ist rollstuhlgängig. Kann die Person nicht mehr in die Klinik kommen, fragen Sie uns nach einem Hausbesuch.

Wer bezahlt die Zahnbehandlung bei Demenz?

Die Grundversicherung zahlt Zahnbehandlungen in der Regel nicht. Wir rechnen transparent nach dem Tarif Dentotar ab, mit unserem Taxpunktwert von 1.13 Franken. Wer Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV bezieht, kann einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Behandlungen vergütet erhalten. Für grössere Behandlungen verlangen die Wohngemeinde oder die SVA Zürich vorher einen Kostenvoranschlag.

Darf ein Mensch mit Demenz die Zahnbehandlung ablehnen?

Wer für diese Entscheidung urteilsfähig ist, darf ablehnen, auch mit Demenz. Sonst entscheidet die vertretungsberechtigte Person. Eine Behandlung gegen deutliche Abwehr gilt aber als Zwang. Medizin-ethische Richtlinien sehen Zwang nur als letztes Mittel vor.

Braucht es für eine Zahnbehandlung bei Demenz eine Narkose?

Nicht immer. Kontrollen und kleinere Behandlungen gelingen oft im wachen Zustand. Sonst kann eine Sedierung oder Narkose nötig werden, etwa im Spital. Darüber entscheidet die Vertretung mit den Fachleuten.

Wie oft braucht ein Mensch mit Demenz eine zahnärztliche Kontrolle?

Einen festen Abstand für alle gibt es nicht, wir legen ihn nach der Untersuchung fest. Isst die Person plötzlich weniger, ist ein früherer Termin sinnvoll.

Kann ich für meine Mutter oder meinen Vater einen Zahnarzttermin anfragen?

Ja, am Telefon oder über das Terminformular. Kann Ihr Elternteil nicht mehr selbst entscheiden, braucht es die Zustimmung der vertretungsberechtigten Person. Das sind nicht automatisch Sie.

Was hilft, wenn ein Mensch mit Demenz das Zähneputzen verweigert?

Oft hilft ein anderer Zeitpunkt, ein anderer Ort oder eine andere Person. Geht Putzen gar nicht, ist Ausspülen mit Wasser nach dem Essen besser als nichts.

Passend dazu

Termin für einen Menschen mit Demenz anfragen

Vertretung, Tageszeit und Begleitung klären wir am einfachsten am Telefon.

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